Ausstellungen 2020

Traumwerke

Peter Rintsch und Abd EL R. Hashmat Mohamed 

Im Jahr 1986 trafen sich Abd El R. Hashmat Mohamed und Peter Rintsch in einer Tischlerei in Kreuzberg.
Der von Mathematik und ägyptischer Mythologie besessene ägyptische Biophysiker Hashmat, der seit 1977 in Berlin lebte und Kerntechnik studierte, baute seit drei Jahren an einem gigantischen Bett, in seiner Einzimmerwohnung in der Sonnenallee wo er erst von der Pharao Snofru geträumt hatte.
1983 besuchte er die Cheopspyramide in Ägypten und dort, nachdem er einen Wärter bestochen hatte, 36 Stunden in der Königskammer verbracht. In den Träumen, die er dort hatte, kam der Pharao Snofru zu ihm und zeigte ihm ein fantastisches Pharaonen Bett, einen „verlorenen Schatz“. Zurück in Berlin hatte er weitere Träume, brach sein Kerntechnikstudium ab und machte den Bau des „verlorenen Schatzes“ zu seiner Lebensaufgabe. Aber Hashmat war kein Tischler, geriet an seine Grenzen und kam nicht weiter. Dann traf er Peter.
Peter Rintsch, der seit seiner Kindheit im Schwarzwald Möbel gebaut hatte, war nach einer Tischlerlehre 1985 nach Berlin gezogen, da er sich schon immer für außergewöhnliches Möbeldesign interessierte und seine Kenntnisse vertiefen wollte. Er war sofort fasziniert von der Ausstrahlung und den Visionen des Mystikers Hashmat. So begann eine Zusammenarbeit, die getragen war von einem telepathischen, fast wortlosen Verständnis und einer tiefen intuitiven Verbindung. Zusammen vollendeten sie das Pharaonen Bett und begannen mit der Verwirklichung weiterer der insgesamt 41 Traumvisionen Hashmats. In den folgenden 10 Jahren entstanden eine große, bewegliche Teleporter-Pyramide sowie 10 weitere Objekte, die jetzt in der Werkhalle Wiesenburg zu sehen sind.

In Correspondence

Eine neue Werkserie im Dialog mit Traumwerke

#1 Britta Lipka

EINFARBIG
17.7-26.7.2020

Kunst entsteht aus der Liebe zu den Materialien

Britta Lipka - Einfarbig

Britta Lipka und Peter Rintsch begegneten sich 1996 und lebten über 20 Jahre zusammen.
Zu Beginn dieser Zeit entdeckte sie beim gemeinsamen Renovieren ihrer Wohnung die Kunst des Mosaikmachens. Seitdem beschäftigt sie sich intensiv mit dieser Kunstform und entwickelte dabei eine ganz persönliche minimalistische Sprache im Schnittpunkt zwischen Handwerk und Kunst.

#2 Vivien Thiel

Action Man & Dr. X

30.7 – 9.8.2020

Kunst entsteht aus Träumen und Künstler aus der leidenschaftlichen Beschäftigung mit dem Geträumten

Ausstellungen 2020 - Vivien Thiel
Im Jahr 1996 beginnt die 1990 geborene Vivian Thiel, Actionfiguren zu sammeln. „Am Anfang musste ich sie von meinem Bruder stibitzen, ich hab immer nur so doofe Barbies bekommen.“ Ihre erste Figur war ein Power-Ranger, seit 2002 sammelt sie Action Man-Charaktere und besitzt mittlerweile über 200 verschiedene Figuren. Am meisten schätzt Vivian Thiel den unbesiegbaren Dr. X, einen verrückten Wissenschaftler und das gefährlichste kriminelle Superhirn der Welt, der nach jedem verlorenen Kampf stärker zurückkehrt. „Die Bösen sehen doch immer cooler aus!“, ist ihre Begründung. Die Künstlerin sieht ihre Figuren nicht nur als Sammelobjekte, für sie sind sie zugleich Lebensbegleiter, Beschützer, Inspirations- und Kraftquelle.
Thiel lebt mit ihnen, gibt ihnen durch ihr Outfit, das sie nach dem Vorbild von Dr. X mit künstlerischer Kreativität selbst gestaltet, eine ganz eigene Identität und lässt ihre Welt für uns lebendig werden. “Dr X ist zurück!”
In ihrer Installation zeigt Vivian Thiel ihre Figuren erstmals in der Öffentlichkeit. Ihre Ausstellung ist zu sehen vom 30.07. bis zum 09.08.2020 oder so lange, bis Vivian Thiel ihre Superhelden wieder an ihrer Seite braucht.

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